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Hilliges, Antje/Wachidowa, Irina - Der Tag, an dem die Wolke kam.


Wie wir Tschernobyl überlebten.
Verlag: Heyne (30. Mai 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453645081
ISBN-13: 978-3453645080

Kurzbeschreibung
Am 26. April 1986 ereignet sich im Kernkraftwerk von Tschernobyl eine Reaktorkatastrophe, bei der große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt werden. In der Sowjetunion, aber auch in den betroffenen Nachbarstaaten wird das Ausmaß der Katastrophe - ein GAU - lange heruntergespielt. Doch heute weiß jedes Kind: Tschernobyl ist der bislang schwerste Zwischenfall einer atomaren Katastrophe im zivilen Umgang mit den gewaltigen Kräften der Radioaktivität. Der nukleare Unfall hatte schwerwiegende Folgen für Bevölkerung und Umwelt. Tschernobyl - dieses Wort steht wie kein anderes für den unsichtbaren Tod.

Aufgezeichnet von Antje Hilliges, erzählt Irina Wachidow von dem Tag, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellte: von der Sorge um ihre Tochter Julia und um ihren Mann, der zu Aufräumarbeiten in die verstrahlte Ruine des Atomkraftwerkes geschickt wird. Von der immer größer werdenden Angst und der Ungewissheit danach. Aber auch von den kleinen, behutsamen Schritten, mit denen die Familie neuen Mut fasst und sich der Zukunft stellt ...

»Tschernobyl steht für einen energiepolitischen Irrweg mit fatalen Folgen für Mensch und Umwelt, die bis heute nicht bewältigt sind.« Jürgen Trittin, Ex-Bundesumweltminister

Klappentext
"Antje Hilliges ist eines der außergewöhnlichsten und besten Bücher gelungen, die bislang zum Thema Tschernobyl geschrieben wurden, ein stilles, sensibles, zutiefst berührendes Werk."
Süddeutsche Zeitung

"Überleben, aufbegehren, durchhalten: Eine deutsche Autorin erzählt die Geschichte der Tschernobyl-Familie Wachidow - und gibt intime Einblicke in das Leben mit einer von Menschen gemachten Katastrophe...Antje Hilliges hat einen ebenso leisen wie eindringlichen Bericht über das Leben vor und nach dem Unfall vorgelegt. Aus Sicht einer betroffenen Familie beschreibt sie den Weg durch die Katastrophe."
Spiegel online

Dorner, Maximilian - Mein Dämon ist ein Stubenhocker


Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Zabert Sandmann GmbH, Verlag; Auflage: Neuauflage (1. März 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898831981
ISBN-13: 978-3898831987

Kurzbeschreibung
Ich bin ein Mann von vierunddreißig Jahren, und bei einer Party möchte ich keine mitleidigen Blicke. Da ist mir die Reaktion der Frau neben mir an der Bar doch lieber, die mit verschleiertem Blick abwechselnd auf meinen Stock und auf mich starrt. Entschuldigend sage ich: »Ich habe eine schwere Nervenkrankheit und kann nicht mehr ohne Stock gehen.« Die Frau braucht ein paar Sekunden, um die Information zu verarbeiten. Man sieht ihr förmlich an, wie sie mit sich ringt, etwas Angemessenes zu erwidern. Schließlich entgegnet sie: »Ach, wie unpraktisch! Gerade auf einer Stehparty.«

Maximilian Dorner ist jung und begabt und seit zwei Jahren ist er behindert. Das hat sein Leben von Grund auf verändert.
In seinem Tagebuch schreibt er über die Fragen, die sein neuer Alltag ihm stellt: Schaffe ich den Weg bis zur nächsten Ampel? Wieso schäme ich mich vor mir selbst? Bin ich der Typ mit dem Stock oder der mit den sanften Augen? Warum ist mein Dämon ein Stubenhocker, der am liebsten im Tarnanzug schläft?
Dorners Antworten sind mal mild und leise, mal traurig, oft sehr komisch und immer messerscharf beobachtet. Er hat ein besonderes Buch über einen zutiefst menschlichen Zustand geschrieben in einem bisher unbekannten Tonfall.

Über den Autor
Maximilian Dorner, geboren 1973 in München, studierte Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie. Er drehte Filme, produzierte Hörspiele und arbeitete als Theaterkritiker und Literaturlektor. Für seinen Debüt-Roman »Der erste Sommer« über die Wirren der Münchner Nachkriegsmonate erhielt Dorner 2007 den Bayerischen Kunstförderpreis. Ein Jahr zuvor wurde bei ihm Multiple Sklerose diagnostiziert.

Diamont, Anne - Kein Laut mehr aus deiner Wiege


Taschenbuch: 238 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: 4 (Januar 1997)
ISBN-10: 3404613856
ISBN-13: 978-3404613854

Kurzbeschreibung
Der plötzliche Kindstod ihres kleinen Sohnes ist für Anne Diamond Anlaß, sich mit diesem Phänomen intensiv zu befassen. Dabei macht sie eine erschütternde Entdeckung. Die von ihr gestartete Aufklärungskampagne rettete vielen Säuglingen das Leben.

Klappentext
Kein Laut mehr aus einer Wiege

Der kleine Sebastian wurde nur vier Monate alt. Eines Morgens lag er tot in seiner Wiege. Der Verlust des fröhlichen Babys ist für seine Familie eine unsagbare und unbegreifliche Tragödie. Um diesen Schicksalsschlag zu bewältigen, beginnt Sebastians Mutter Anne Diamond, eine bekannte Moderatorin des englischen Fernsehens, sich über das scheinbar noch wenig erforschte Phänomen des plötzlichen Kindstods zu informieren. Eher zufällig stößt sie auf eine fast zwei Jahre alte Studie aus Neuseeland über vorbeugende Maßnahmen. Diese Forschungsergebnisse waren auch den britischen Gesundheitsbehörden bekannt, die jedoch nichts unternommen haben, um die Bevölkerung zu informieren.

Anne nutzt ihre Popularität und startet eine beispiellose landesweite Aufklärungskampagne. Ihr ist es zu verdanken, daß die Kindstodrate in Großbritannien binnen sechs Monaten um 50 Prozent zurückging.

Fröhlich, Elke - Als die Erde brannte


Verlag: Droemer/Knaur
(April 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426778254
ISBN-13: 978-3426778258

Kurzbeschreibung
Zwölf ungewöhnliche und eindrucksvolle deutsche Schicksale in den letzten Tagen des "Dritten Reiches":
Ein Telefonist, der über die letzten Stunden im "Führerbunker" erzählt.
Eine Familie, die in Dresden die Flächenbombardements der Alliierten erlebt.
Tod an der Bernsteinküste - Ein Augenzeuge berichtet von einem kurz vor Kriegsende begangenen Massaker der SS.
Eine junge Jüdin in Auschwitz, die den Gaskammern entrinnt, weil sie Akkordeon und Blockflöte spielt.
Leid, Schrecken und Erlösung - authentische Zeugnisse vom Ende der nationalsozialistischen Herrschaft.

Zachert, Christel; Zachert, Isabell - Wir treffen uns wieder in meinem Paradies


Verlag: Lübbe
ISBN-10: 340425595X
ISBN-13: 978-3404255955

Kurzbeschreibung
Isabell ist gerade 15 Jahre alt, als sie die grausame Diagnose erfährt, die für sie das Todesurteil bedeutet: Krebs. Ihr Leben ändert sich radikal, und der Wettlauf mit dem Schicksal beginnt. Mit beispielloser Energie, mit Mut, Kraft und Liebe kämpfen ihre Familie und Freunde um ihr Leben. Durch die Krankheit reift Isabell zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit heran, wächst über sich hinaus und hat trotz des Leids, das sie immer wieder erfahren muß, nicht zuletzt durch ihren Glauben genug Kraft, ihr Leben positiv zu sehen, und die Hoffnung, daß sie diese schwerde Prüfung überstehen wird.

Lebert, Norbert; Lebert, Stephan - Denn Du trägst meinen Namen.


Broschiert: 222 Seiten
Verlag:
Goldmann (Oktober 2002)
ISBN:
3442151880

Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Buch ist ebenso außergewöhnlich wie die Geschichten, die es erzählt. 1959 schilderte der Journalist Norbert Lebert, wie es den Kindern der größten Naziverbrecher 15 Jahre nach Kriegsende ging. Vierzig Jahre später führt sein Sohn Stephan diese Arbeit fort. Er möchte ergründen, was es für diese Kinder bedeutet, einen Vater zu haben, der an einem Massenmord von nie gekanntem Ausmaß beteiligt war. Welches Schicksal Menschen erleiden müssen, die nur aufgrund eines einzigen Merkmals mit der blutigen deutschen Geschichte verbunden sind: ihrem Namen.
Es sind bedrückende Schicksale, die Stephan Lebert in seinen sehr emotional gehaltenen Reportagen erzählt. Dennoch fällt es mitunter schwer, Verständnis oder auch nur Mitleid zu empfinden. Denn es gibt sie eben doch, die Unverbesserlichen, die sich wie Wolf-Rüdiger Hess, Edda Göring oder Gudrun Himmler niemals von ihren Vätern distanziert haben, die sie auch heute noch leidenschaftlich vergöttern und verteidigen, und die teilweise der alten Ideologie treu geblieben sind. Andere, wie Niklas Frank, haben mit ihren Vätern gebrochen und sich für den Hass entschieden. Martin Bormann junior für die Sache Gottes. Der ehemalige Priester und pensionierte Religionslehrer hält nun Vorträge über die Gefahren des Nationalsozialismus. Im Osten benötigt er dafür Polizeischutz.
Jedes der Kinder hat seinen eigenen Weg gefunden, mit der Last des Namens umzugehen. Aber sie alle können sich aus der unheilvollen Verstrickung mit dem Nationalsozialismus nicht lösen, obwohl sie eigentlich unschuldig sind. Sie leben das Leben ihrer Väter weiter. "Wissen Sie", sagt Martin Bormann resigniert, "man kann seinen Eltern nicht entkommen, wer sie auch sind". --Stephan Fingerle --

Kurzbeschreibung
Auch lange nach dem Dritten Reich sind ihre Lebensläufe mit dem Nationalsozialismus verbunden: die Kinder prominenter Nazis. Einzigartig die Konstruktion des Buches: 1959 besuchte Norbert Lebert die jungen Erwachsenen Edda Göring, Gudrun Himmler, Martin Bormann und andere. 40 Jahre später setzt sein Sohn Stephan die Arbeit fort: Ein sehr persönlicher Augenzeugenbericht und Momentaufnahmen von seltener Eindringlichkeit. »Mehr als bloße Zeitgeschichte.« Der Spiegel
» ... teils eine psychologische Studie, teils eine Auseinandersetzung mit der politischen Wirklichkeit unserer Zeit, die es noch immer nicht geschafft hat, die Vergangenheit zu begreifen oder gar zu bewältigen.«
Süddeutsche Zeitung
»Berührende Porträts - jenseits von Sensationsgier - , die deutlich machen, dass es Erbschaften gibt, die nicht abzuschütteln sind.«
Frankfurter Rundschau
»Das Buch der Leberts heischt nicht um falsches Mitleid ... keine Lektüre für Mußestunden.«
Deutsche Welle Buchtipp

Körner-Armbruster, Angela - Totgeburt weiblich. Ein Abschied ohne Begrüßung


Broschiert: 119 Seiten
Verlag: Attempto Verlag; Auflage: 2 (Oktober 1994)
ISBN: 3893082107


Der Versuch, den erlebten Schrecken einer Totgeburt literarisch zu bannen und mit Müttern, Vätern und Geschwistern zu teilen.

Sehr leise und sehr ehrlich erzählt die Autorin, wie sie ihr zweites Kind erwartet und zur Welt bringt. Als nach problemloser Schwangerschaft in der 32. Woche plötzlich die Diagnose “Herztöne Null” gestellt wird, beginnt eine Geburt für den Tod. Wie Angela Körner-Armbruster ihre widersprüchlich Hilflosigkeit und die Verzweiflung diese Märztages und den langen Weg aus der Depression der darauffolgenden Trauermonate beschreibt, das hat etwas ungemein Anrührendes. Eine dunkle Poesie, die nichts beschönigt und deshalb auch der Gefahr entgeht, in Kitsch mit Trauerrand abzugleiten.(Beschreibung des Verlages)